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Vorstellung bei Professor Antoniadis in der Ambulanz der „Sektion periphere Nervenchirurgie“ im BKH Günzburg

Natürlich war ich durch die Schulter- und Nervenverletzung bei allen Tätigkeiten extrem eingeschränkt und brauchte sehr viel Hilfe. Das fühlte sich auf Dauer nicht besonders gut an.

Anfang April, ich war bereits sechs Wochen krankgeschrieben, empfing mich der Professor auf Vermittlung meines Operateurs zum Gespräch und zur klinischen Diagnostik.

Ab diesem Zeitpunkt drehte sich die Diagnose: Im Vordergrund stand nun eine periphere Nervenverletzung, man nahm an, dass sie in Verbindung mit einer Komplikation während der Schulteroperation stand. Man nennt das eine „iatrogene“ Verletzung.

Professor Antoniadis beschrieb das weitere Vorgehen: In den Leitlinien zur Versorgung peripherer Nervenverletzungen wird festgelegt, dass bei ausbleibender Regeneration anhand einer operativen Exploration des Nervus radialis innerhalb von 3-6 Monaten nach dem Trauma, jedoch so früh wie möglich, das weitere Therapiekonzept festgelegt werden sollte. So sollte es bei mir auch durchgeführt werden.

Ich erhielt einen Termin zur Wiedervorstellung und bereits einen möglichen Termin zur neurochirurgischen Operation.

Zusätzlich verschrieb er mir ein Gerät zur Elektrostimulation der „lahmgelegten“ Muskulatur des Unterarms  , das ich zweimal täglich anlegen sollte, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken.

Die Kommunikation mit Professor Antoniadis fand auf Augenhöhe statt. Für mich war sehr angenehm, dass es hier weder um die Gemeinplätze „Geduld“ und „abwarten“ ging, noch gab es mitleidige Blicke im Sinne von „schweres Schicksal“. Mit der Zeit ist das sehr schwer auszuhalten.

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